Digitaler Produktpass für Mode: Was steckt dahinter, und was heißt das für die Mode?

Digitaler Produktpass für Mode: Was steckt dahinter, und was heißt das für die Mode?
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Digitaler Produktpass für Mode: Was steckt dahinter, und was heißt das für die Mode?

Stell dir vor, du scannst den QR-Code in deinem Pullover und siehst, woraus er besteht, wo er produziert wurde, wie du ihn reparierst und wie er sich später recyceln lässt. Genau das soll der Digital Product Passport (DPP) möglich machen. Der Produktpass ist beschlossen, aber für Mode noch nicht verbindlich ausgestaltet. Die Richtung ist klar: mehr Transparenz, weniger Greenwashing. Die Details werden erst in den nächsten Jahren festgelegt.

Text: Mister Matthew
Titelbild: Thomas Meier

Was ist der Digitale Produktpass genau?

Der DPP ist ein digitaler Datensatz zu einem Produkt, meist verknüpft über einen QR-Code oder einen ähnlichen Datenträger. Er soll Infos zu Material, Herkunft, Reparierbarkeit und Entsorgung bündeln. Die Grundlage ist die EU-Ökodesign-Verordnung ESPR, die seit Juli 2024 gilt. Seit Juli 2026 gibt es außerdem ein zentrales EU-Register, in dem die Pässe erfasst werden.

Wann kommt er für Mode?

Textilien und Bekleidung gehören zu den Produktgruppen, die die EU zuerst angehen will. Ein verbindliches Datum gibt es aber noch nicht. Zuerst muss ein eigener Rechtsakt für Textilien festlegen, welche Daten im Pass stehen müssen. Er wird ab 2027 erwartet, danach gilt eine Übergangsfrist von mindestens 18 Monaten. Realistisch ist die Pflicht also irgendwann zwischen 2027 und 2029, oft wird 2028 genannt.

Betroffen sein sollen nicht nur Kleidung, sondern auch Accessoires wie Taschen, Schals und Mützen sowie Heimtextilien. Bei Schuhen ist es noch offen: Hier läuft erst eine Prüfung, Ergebnisse werden bis Ende 2027 erwartet.

Was heißt das für uns als Kundinnen und Kunden?

Im Alltag merkst du davon noch wenig. Langfristig könnte es aber leichter werden, Marken zu vergleichen und Aussagen wie „nachhaltig produziert“ zu überprüfen. Für Marken und Händler bedeutet es dagegen viel Arbeit, denn sie müssen ihre Lieferketten genau dokumentieren. Wer aus dem Nicht-EU-Ausland importiert, trägt die Verantwortung dafür als Importeur.

Digitaler Produktpass für Mode: Was steckt dahinter, und was heißt das für die Mode?
Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem gleichnamigen Blog. Seit 2014 schreibt er über Mode, Kosmetik, Lifestyle sowie Interior und präsentiert die besten Käufe zwischen Luxus- sowie Newcomer-Marken. Einzigartig in der deutschen Medienlandschaft reicht Mister Matthew dem modernen Gentleman mit hochwertigem Content die Hand. Damit inspiriert er und lädt zum Träumen ein. Über Blog, Social Media und Newsletter erreicht er eine treue Leserschaft. Wenn Luxus auf Haltung trifft, begegnet man Mister Matthew.

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