Suite Dreams: 58 Gedanken, die ich bei einer Übernachtung im 5-Sterne-Hotel hatte

Suite Dreams: 58 Gedanken, die ich bei einer Übernachtung im 5-Sterne-Hotel hatte
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Suite Dreams: 58 Gedanken, die ich bei einer Übernachtung im 5-Sterne-Hotel hatte

„Pech im Spiel und Glück in der Liebe“, trifft auf mich in jüngster Zeit definitiv nicht zu, was mich in einer Tombola bei den Kochsternstunden in Dresden eine Nacht in einem 5-Sterne-Hotel gewinnen ließ. Zwar in der eigenen Stadt und nur drei Straßen von mir entfernt, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins… und so weiter.

Also zogen meine braune Tasche und ich für eine edle Nacht in das Bülow Palais Hotel in Dresden. Hier kann man in weniger als 24 Stunden eine ganze Menge an Gedanken haben, die ich fleißig in die Notizen-App auf meinem iPhone getippt habe. 58 Gedanken und 1 Dönerbox, um genau zu sein.

Text: Mister Matthew
Fotos: Mister Matthew

Bülow Palais Dresden im Deluxe Zimmer

Das 5-Sterne-Hotel in Dresden und meine 58 Gedanken vor Ort

1. Ich laufe nicht alle Tage durch die Tür eines 5-Sterne-Hotels. Komisches Gefühl. Erstmal einchecken und ankommen. 

2. In der Lobby muss ich unweigerlich an die Serie Downton Abbey denken, welche mir seit zwei Wochen die Abendstunden versüßt.

3. Die Rezeptionistin lächelt mir freundlich zu und heißt mich willkommen. Sie trägt eine wirklich schöne Uniform.

4. „Deluxe Doppelzimmer inklusive Gourmet-Frühstück für zwei, ja?“, werde ich gefragt. „Nein“, schüttelt mein Kopf zurück. Ich bin allein hier. „Aber meine Mutter kommt zum Frühstück vorbei.“ Ich freue mich auf sie, aber ein heißes Date über Nacht und Frühstück im Bett wären auch nicht verkehrt gewesen. Nun ja.

5. Komisch, keine Jazz-Fahrstuhlmusik. In meinem Hotel würde es das geben. *Ding: Zweites Obergeschoss.


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6. Teppich, Teppich. Überall Teppich. Ich frage mich, wie man diese bei so viel Verkehr sauber hält.

7. Wo ist denn dieses Zimmer 209?

8. Gefunden.

9. Wow, ein wirklich großes Zimmer, sogar mit einem zweiten Badezimmer nur für das stille Örtchen.

10. Die Hotelzimmer meiner letzten Reisen waren immer deutlich kleiner. Sehr angenehm.

11. Links und rechts vom Bett liegen jeweils zwei weiße Tücher. Wozu? Um nicht den Teppichboden zu berühren?

12. Die Badewanne ist verlockend, da ich ja selbst keine bei mir daheim habe.

13. Ich will eigentlich entspannen, aber irgendwie habe ich Lust, eine Runde joggen zu gehen. Und los.

14. Im Sportoutfit laufe ich an der Rezeptionistin vorbei. Ich denke mir, was sie sich wohl denkt.

15. Freitagabend im Sonnenuntergang eine Runde am Dresdner Elbufer joggen zu gehen ist schön. Aber irgendwie auch nicht. Viel lieber würde ich jetzt mit meinen Freunden für ein Spaßgetränk auf einer Decke sitzen.

16. Ich kann auch mal ohne meine Freunde oder Alkohol Spaß haben.

17. Joggen. Was für ein Spaß.

18. Ok, mehr als 4 Kilometer schaffe ich heute nicht.

19. Ich freue mich auf die Badewanne.

20. Zurück in der Lobby wartet am Fahrstuhl eine vierköpfige Familie darauf, in die richtige Etage gefahren zu werden. Ich schwitze sehr stark. Was die sich wohl denken.

21. Endlich ist der Fahrstuhl da.

22. Sie drängen sich in den Fahrstuhl. Die Elevator Boys können das besser, denke ich mir.

23. Ich nehme lieber die Treppe. Wo ist diese bloß? Die Rezeptionistin zeigt mit ihrem Finger auf eine Glastür. Schnell hindurch.

24. Die gratis Wasserflasche ist in 10 Sekunden ausgetrunken.

25. Ab in die Badewanne.

Mister Matthew in der Badewanne mit 58 Gedanken, die ich bei einer Übernachtung im 5-Sterne-Hotel hatte

26. Im warmen Schaumbad angekommen, picke ich in der Dönerbox, die ich mir noch schnell geholt hatte. Das gibt’s übrigens in meinem Reel auf Instagram zu sehen.

27. Toll, jetzt riecht der Schaum nicht mehr nach Meer, sondern das ganze Badezimmer nach Döner.

28. Egal. Untertauchen.

29. Wie ich so im Wasser liege, denke ich mir, dass ich mir viel zu selten eine Auszeit gönne. Das muss ich wirklich öfter machen.

30. Ok, genug geplanscht. Land in Sicht.

31. Erst Joggen, dann heißes Schaumbad, jetzt Bademantel, draußen immer noch 25 Grad. Ich koche innerlich. Ein kühler Wein wird helfen.

32. Ok, die Minibar ist nicht sehr kühl.

33. Die Klimaanlage kühlt auch nicht richtig.

34. Der Weißwein und ich schauen eine Folge Downton Abbey, meine jüngste Obsession.

35. Habe ich gerade wirklich eine ganze Tüte Haribo Colorado und eine Packung Geleebananen gefuttert? Ein Glück war ich joggen.

36. Ob ich nachts schnarche?

37. Es ist 7 Uhr und es sind bereits 22 Grad. Warum haben wir den Frühling übersprungen?

38. Ich brauche einen Kaffee.

39. Ob mich jemand sehen kann? Im Bademantel stehe ich am offenen Fenster und schlürfe mein Koffein.

40. Die Zeit rennt aber, schnell duschen und zurechtmachen.

Gang zu den Zimmern im Bülow Palais in Dresden

41. Eine schöne Bluse trägt sie, denke ich mir, als sich die Fahrstuhltür öffnet und meine Mutter in der Lobby steht. Wir sind zum Frühstück verabredet.

42. Wintergarten oder Saal? Wintergarten oder Saal? Wintergarten oder Saal? Überlegen wir, als uns der nette Kellner fragt, ob wir im Wintergarten oder im Saal sitzen möchten.

43. Wintergarten. Hier ist es heller und irgendwie noch kühler, an diesem sommerlichen Morgen.

44. Kann man jetzt schon ein Glas Sekt trinken?

45. Zwei Gläser Sekt bitte.

46. Am Nachbartisch sitzt ein Ehepaar, beide lesen Zeitung. Welch erfrischender Anblick. (Und du liest hier einen Blog. Schön, dass Menschen noch lesen und nicht nur Reels scrollen. No hate.)

47. Kuchen zum Frühstück ist klasse. Wie früher, wenn die Eltern auf Geschäftsreise waren und man sich heimlich um 8 Uhr morgens Süßigkeiten und Spongebob Schwammkopf gönnen konnte.

48. Der fünfte Gang zum Buffet. Ob es noch sechs werden?

49. 9 Uhr, der Frühstückssaal füllt sich schlagartig.

50. Zum Glück sind wir fertig.

51. Ok, es bleibt beim fünften Gang.

52. Na gut, noch einen Kaffee.

53. Ich genieße es sehr mit meiner Mutter. Wir lachen, lästern und labern über Gott und die Welt. Wie damals, als ich noch jünger war und immer mit ihr zu Hause gefrühstückt habe. Ein bisschen vermisse ich es.

54. Die Zeit rennt, ich muss noch auschecken.

55. Schnell noch Zähne geputzt und die sieben Sachen gepackt.

56. Wie ich den Gang zum Fahrstuhl gehe, vermisse ich schon das schöne Zimmer. Gleich wartet eine Ladung Wäsche auf mich, den Abwasch hatte ich noch nicht geschafft und Staubsaugen muss ich auch mal wieder.

57. Hach ja, so ein Aufenthalt in einem 5-Sterne-Hotel hat schon was.

58. Wieder keine Fahrstuhlmusik. Gleich bei mir höre ich erstmal Jazz.

Suite Dreams: 58 Gedanken, die ich bei einer Übernachtung im 5-Sterne-Hotel hatte
Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem gleichnamigen Blog. Seit 2014 schreibt er über Mode, Kosmetik, Lifestyle sowie Interior und präsentiert die besten Käufe zwischen Luxus- sowie Newcomer-Marken. Einzigartig in der deutschen Medienlandschaft reicht Mister Matthew dem modernen Gentleman mit hochwertigem Content die Hand. Damit inspiriert er und lädt zum Träumen ein. Über Blog, Social Media und Newsletter erreicht er eine treue Leserschaft. Wenn Luxus auf Haltung trifft, begegnet man Mister Matthew.

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