Hoffnung & Happening: 74 Gedanken, die ich bei der HOPE-Gala 2025 in Dresden hatte

Hoffnung & Happening: 74 Gedanken, die ich bei der HOPE-Gala 2025 in Dresden hatte
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Hoffnung & Happening: 74 Gedanken, die ich bei der HOPE-Gala 2025 in Dresden hatte

Hier sitze ich und denke an das Wochenende zurück. „Hoffnung ist ein wirklich großes Gefühl, vor allem aber auch eine Tat, die jeder von uns umsetzen kann.“, spreche ich auf dem Instagramprofil der HOPE-Gala in die Kamera. Es war Zeit für die alljährliche Benefiz-Gala, welche mich immer wieder aufs Neue an die Menschlichkeit glauben lässt: Die HOPE-Gala 2025 in Dresden.

Titelbilder: Anja Schneider
Text: Mister Matthew

74 Gedanken von Mister Matthew zur HOPE-Gala in Dresden
Im Foyer zur HOPE-Gala im Staatsschauspiel Dresden, gekleidet in Smoking, Lackschuhe und roter Schleife. Foto: Anja Schneider

74 Gedanken, die ich bei der HOPE-Gala 2025 in Dresden hatte


  1. Ich stehe im Smoking vor meiner Haustür und warte auf den Wagen. 15 Minuten noch. Das war bereits vor 15 Minuten. Ich blicke gestresst zur Kirchturmuhr, die mit einem einzigen Schlag 17:30 Uhr mahnt. Wo bleibt er nur?
  2. An mir laufen vier Teenager vorbei. Gekleidet in Baggy-Jeans, mit Schlüssel am Bund und Bauchtasche quer über dem Schlüsselbein, schätze ich sie auf ca. 16 Jahre. Ich schaue ohne Grund auf mein Smartphone, um nicht direkt zu ihnen zu blicken.
  3. Warum fühlt man sich als Erwachsener manchmal so uncool?
  4. „Ach, heute ist die HOPE-Gala…”, sagte einer der Jungs, zu meinem Erstaunen, in Hörweite zu seinen Kumpels. Ich bin sprachlos. Dass sie die HOPE-Gala kennen und an meinem Outfit erkennen, hätte ich wahrlich nicht gedacht.
  5. Man fühlt sich als Erwachsener wohl häufig so uncool, weil man denkt, die Jugend versteht einen nicht. Doch da war sie und wusste Bescheid über das ernste, fast steife Happening, das heute zum 17. Mal gefeiert wird.
  6. Ich trage einen schwarzen Smoking in klassischer Ausführung, mit Satin-Rever und glänzenden Lackschuhen, die meiner Oma gefallen hätten. Dazu schmückt eine rote Schleife die Stelle an meinem Herzen auf der Brust.
  7. Mein Wagen kommt. Zum Glück.
  8. Die Straßen sind voll, fast verstopft, während der Fahrer über das Pichmännel Oktoberfest schimpft. „Die Menschenmassen dort, es ist verrückt.“
  9. Ich bin gar nicht aufgeregt.
  10. Das überrascht mich.
  11. Ist das ein schlechtes Zeichen?
  12. Wir kommen an, ich steige aus. Nun bin ich doch aufgeregt.
  13. Am Roten Teppich begrüße ich eine TAG24-Redakteurin. Ein schönes Kleid in Gold trägt sie.
  14. Schnell ein Foto auf dem roten Teppich machen. Und obwohl ich so häufig Bilder von mir mache, fühlt es sich komisch an. Bitte lächeln!
  15. Wir gehen rein.
  16. Wow. Ich bin ganz begeistert, wie gut alle angezogen sind. Ich hatte Kleider, Anzüge und Smokings erwartet, aber nicht, dass sie in Schnitt und Farbe so hochwertig und schön anzusehen sind.
  17. Der Erdbeersekt von Karls Erlebnisdorf wird meiner Begleitung und mir in die Hand gedrückt. Verdammt ist der lecker.
  18. Gerne hätte ich gleich ein zweites Glas genommen. Für die Aufregung. Leider blieb es bis zum Programmstart das einzige Glas.
  19. Ich hatte ganz vergessen, wie schön das Staatsschauspiel Dresden ist.
  20. Es ist 18:45 Uhr und die Lobby ist noch übervoll. Ob das Programm pünktlich startet? Ich glaube nicht. Vielleicht doch noch ein Glas Sekt?
  21. Ich gebe ein schnelles Interview über meine Gedanken zur HOPE-Gala 2025.
  22. Ruth Moschner macht neben mir ein Bild und sieht in live ja noch besser aus. Ob sich das die Leute bei mir auch denken? Hoffen wir mal das Beste.
Einblicke von Mister Matthew in die HOPE-Gala
  1. Es klingelt. Das Programm beginnt. Ich eile zu meinem Platz und Zukunfts-Matthew dankt Vergangenheits-Matthew, ganz prophylaktisch Blasenpflaster an die Versen geklebt zu haben, denn ich merke die steifen Lackschuhe schon jetzt.
  2. Wo ist Rang-Rechts-Reihe2-Platz37?
  3. Gefunden.
  4. Meine Begleitung und ich bestaunen den Saal. Er gibt mir Phantom der Oper Vibes. Der Saal ist voll, doch der rechte Platz neben mir bleibt leer. Für das Phantom?
  5. Der Vorhang hebt sich und das Programm beginnt mit dem Musikstück „Mama Afrika“. Passend zum Anlass der HOPE-Gala, denke ich mir. Die Benefizveranstaltung in Dresden sammelt seit vielen Jahren Spenden für das Projekt HOPE-Cape-Town, das sich in Südafrika um HIV-infizierte Kinder und ihre Familien kümmert. Im Fokus stehen außerdem Bildung, allgemeinmedizinische Hilfe, Aufklärung sowie soziale Unterstützung für Betroffene.
  6. Karen Heinrichs und Benjamin Bieneck vom Sat.1-Frühstücksfernsehen betreten die Bühne. Benjamin finde ich ja schon immer ein bisschen sexy. Und das Sat.1-Frühstücksfernsehen ist ohnehin eine Ikone.
  7. Kurz denke ich an das Frischkäse-Zucker-Brot, welches ich stets zum Frühstück bei meiner Oma aß, während im Hintergrund das Sat.1-Frühstücksfernsehen mit dem Superball lief. Schöne Zeiten.
  8. Beim Gedanken an das Frühstück meiner Oma knurrt mein Magen (ist zum Glück nicht zu hören), denn Cassandra Steen singt gerade mit starker Stimme ihren Hit „Stadt“, der mich auch an früher denken lässt.
  9. Mein Magen knurrt immer lauter. Ich hätte in der Lobby doch bei einem der Canapés zugreifen sollen. Drei Stunden Programm sind schon sehr lang.
  10. Der Platz neben mir wird besetzt. Nicht das Phantom erweist mir die Ehre, sondern die Dame der PR, welche mich zum Event einlud. Wir bestaunen das Programm und flüstern uns kurz zu.
  11. „Wow, ganz großartig! Total irre, was die können.“, sage ich zu ihr, als die TwirlinGirls aus Ungarn mit ihrer Rollschuhakrobatik begeistern.
  12. Sollte ich mir auch Notizen machen? Denn wie es sich für eine aufmerksame PR-Dame gehört, macht sie Notizen zum Programm. Das kenne ich aus meiner Zeit bei einer PR-Agentur. Ich tippe schnell einige Gedanken in mein Telefon. So auch diesen hier.
  13. Jetzt aber schnell ein Video machen. Schon mein Reel zum Abend auf Instagram gesehen?
  14. Sie bietet mir einen Salbeibonbon an, den ich dankend annehme. Mein Magen knurrt, doch die Musik ist laut genug.
  15. Wie spät ist es? Halbzeit.
  16. Zeit, ein digitales Los zu kaufen. Mit dem Verkauf der Lose zur Tombola werden Spenden gesammelt, die direkt in die Projekte nach Afrika fließen.
  17. Kaufen wir doch noch eins.
  18. Ich schaue mich im Saal um und stelle fest, mit fast 30 Jahren bin ich mit der Jüngste im Raum. Bis auf die Sänger der MVX Geschwisterband von The Voice Kids. Ihr Song „Kein Wir“ gefällt mir sehr.
  19. Wie könnte man jüngere Menschen mehr für Benefiz begeistern? Reicht hierfür ein Reel auf Instagram? Ich weiß es nicht.
  20. Viole Klein betritt die Bühne. Eine unfassbar beeindruckende Frau, der ich in der Lobby das Kleid komplimentierte. Die Initiatorin der Gala und eine absolute Powerfrau. Sehr inspirierend.
  21. Sie erinnert mich an meine Mutter. Klein (der Name ist Programm), rötliche Haare und ein großes Herz.
  22. Viola erhält am gleichen Tag, an dem ich diesen Artikel veröffentliche, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
  23. Plötzlich fängt der Saal an zu beben. Sydney Youngblood singt und heizt ein. Wir steuern auf das Finale zu.
  24. Kurz muss ich schlucken, als die Endsummer der Spenden verkündet wird: 228.870 Euro! In viereinhalb Stunden ist eine prächtige Summe zusammengekommen.
  25. Ich bin stolz. Auf die Gala, auf uns Spender, auf die Menschlichkeit, hier irgendwo im Herzen von Dresden.
  26. Meine Begleitung und ich stürzen nach dem Finale des Programms auf die Toilette. Der Erdbeersekt von Karls Erlebnisdorf meldet sich.
Programm der HOPE-Gala
  1. Stürzen wir uns ins Getümmel der Aftershowparty zur HOPE-Gala 2025!
  2. Wie jetzt? In den Gängen stehen volle Kühlregale mit sämtlichen Weinflaschen? Das gefällt mir gut, HOPE-Gala!
  3. Jetzt flaniere ich durch die Gänge des Hauses wie das Phantom der Oper höchstpersönlich.
  4. Auf einer der Balkone des Hauses sprechen wir mit drei älteren Herren, die versuchen, ein Selfie zu machen. „Sollen wir von euch ein Foto machen?”, bieten wir an und bekommen als Dank selbst eine helfende Hand für unser Foto. „Das ist ja ein toller Apparat.“, erwidert einer der Männer. „Oder liegt es am Motiv?”, scherzt er. Auch ich fühle mich als Motiv sehr wohl, bis…
  5. …ich am nächsten Tag nüchtern auf das Bild blicke.
  6. Zeit für einen Aperol Spritz!
  7. In einer Lounge genießen meine Begleitung und ich ein feines Steak mit Kartoffelpüree und Gemüse. Endlich ist mein Magen still.
  8. „Matthew!”, ruft ein Bekannter zu. Wir kommen ins Gespräch.
  9. Generell ist der Abend von vielen Gesprächen geprägt. Nach der 14. Person geht mir die Luft aus.
  10. Ja, ich zähle sowas mit.
  11. „Zoomt ihr Smartphone automatisch an das Motiv?”, möchte ein Unbekannter am Waschbecken auf dem Herrenklo wissen. „Was?”, erwidere ich, um sicher zu gehen, dass mir Wein und Ohr keine Streiche spielen. Die gleiche Frage wird gestellt mit dem Zusatz: „Ich habe hinter Ihnen gesessen.“ – Ah!
  12. Nein. Das tut mein Smartphone nicht. „Das ist alles Handarbeit!“ Er lacht. Und ich trockne mir die Hände ab.
  13. Wo ist eigentlich meine Begleitung?
  14. Ich finde sie in der Lobby bei Freunden von uns.
  15. „Es ist schon spät.“
  16. „Wollen wir heim?“
  17. „Absolut nicht.“
  18. „Lass uns noch auf diese eine Party gehen.“
  19. „Gute Idee.“
  20. „Mit den Jungs hier.“
  21. „Gute Idee.“
  22. „Noch ein Wein?“
  23. „Gute Idee.“
  24. Und plötzlich ziehen wir mit drei der Kameramänner in die Dunkelheit der Dresdner Nacht.
  25. Ob einer der drei das Phantom der Oper ist?
  26. Achtung Wortwitz: „Ich hope sehr.“
Aftershowparty der HOPE-Gala
Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem gleichnamigen Blog. Seit 2014 schreibt er über Mode, Kosmetik, Lifestyle sowie Interior und präsentiert die besten Käufe zwischen Luxus- sowie Newcomer-Marken. Einzigartig in der deutschen Medienlandschaft reicht Mister Matthew dem modernen Gentleman mit hochwertigem Content die Hand. Damit inspiriert er und lädt zum Träumen ein. Über Blog, Social Media und Newsletter erreicht er eine treue Leserschaft. Wenn Luxus auf Haltung trifft, begegnet man Mister Matthew.

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